LOSLASSEN IST GLEICHZEITIG DER WEG DER LIEBE UND DES VERTRAUENS

Ich habe lernen und erfahren dürfen, dass ich erst dann zur notwendigen Klarheit komme, wenn ich im Innen und Außen loslasse. Egal ob einen Menschen, ein Thema, eine Angst, einen Ort, ein Muster, eine Überzeugung. Diese Klarheit brauche ich, um, frei von jeder Bewertung und gleichzeitig voller Achtung und Liebe, die Situation und mich losgelöst zu sehen. Wenn wir loslassen sind wir voll im Vertrauen darauf, dass jederzeit das Beste für uns geschieht.

Es gab eine Zeit, da hatte ich eine lähmende Angst in mir, einen Menschen, den ich ohne Bedingung liebe, loszulassen. In meiner Gedanken-/Verstandeswelt war dieses Loslassen automatisch mit verlieren verknüpft. Da es um meine Tochter ging, hatte ich die Vorstellung, ich müsse ganz viel tun, um sie von mir, meiner Berufung, meinem Weg zu überzeugen um sie dadurch bei mir zu halten. Nur vage und am Rande nahm ich wahr, dass meine „Überzeugungsarbeit“ stärksten Druck auf sie ausübte. Zu sehr war ich mit mir und meiner Verlustangst beschäftigt. Als ich mir meiner bedingungslosen Liebe zu ihr bewusst wurde und erkannte, dass ich sie loslassen muss um sie nicht zu verlieren, gewann das Gefühl der forderungslosen Liebe eines Vaters zur Tochter die Oberhand. Damit verschwand jegliche Angst und das Wunder geschah. Je mehr ich sie voller Liebe losließ und ihr den Raum für ihren Weg gab, um so sicht- und fühlbarer wurde, dass das, was uns alle Zeit verbunden hat, allen Stürmen wiederstehen wird. Die LIEBE.

Wenn wir einen Menschen den wir lieben in Liebe loslassen, geschieht dieses Wunder, dass dieser Mensch uns plötzlich neu sehen, erkennen, fühlen kann, da wir die machtvolle und erdrückende Energie des Wollens abgelegt haben. Loslassen ist immer ein von Liebe geführter und begleiteter Prozess, der den anderen freigibt, loslässt und ihm gleichzeitig die offene, nicht mehr wollende oder fordernde Hand reicht. Ob oder wann der andere diese ergreift, liegt in seiner Eigenverantwortung.

Gleiches gilt für viele, beinahe alltägliche Situationen in unserem Leben. Wir schaffen es immer wieder die Spirale eines Themas so in uns in Schwingung zu versetzen, dass wir aus unserem Gleichgewicht in die Angst stürzen. In dieser energetischen Anspannung verbeißen wir uns so fest in diese Geschichte, dass wir keinen klaren Gedanken mehr, losgelöst von Angst und Blockaden, zulassen. Und das Fühlen findet keinen Raum mehr. An dieser Stelle der Spirale ist es wichtig schnell los zu lassen um das Geschehen aus der Ferne zu betrachten. Dadurch finden wir zurück in unsere heilende Mitte. Wir haben losgelassen und der nun gewonnene Abstand von uns selbst und dem in uns wohnenden Thema/Themen macht es uns möglich, alles angstfreier anzusehen und gleichzeitig Lösungen zu entdecken. Wir sorgen gut für uns in dem wir belastendes und blockierendes einfach loslassen.

Berufliche Veränderungen werden durch „nicht-loslassen“ blockiert und die tägliche Enttäuschung wächst. Am Ende sendet unsere Seele deutliche Signale in Form einer Krankheit aus. Für unser Festhalten zahlen wir einen sehr hohen Preis – und manche bezahlen sogar mit ihrem Leben dafür.

In einer Partnerschaft oder Beziehung los zu lassen ist sicher eine der größten Herausforderungen unseres Lebens. Denn nirgendwo treffen Verlust-, Zukunfts- und Existenzängste so sehr unseren Lebens-Nerv und legen ihn und damit alle Emotionen offen, wie in diesem Fall. Wir befürchten (da ist sie wieder, die alt bekannte Angst) das wir den anderen verlieren, oder das wir am Ende alles verlieren und allein dastehen. Doch wir können nicht verlieren was wir nicht besitzen – und einen anderen Menschen besitzen wir zu keinem Zeitpunkt. Und das macht uns frei. Freiheit ist das Ziel, und der Weg führt über das Loslassen.

Und nun kommt die „Königsklasse des Loslassens“. Was, wenn wir sogar alle unsere Ängste loslassen könn(t)en und wenn dies nicht einmal mit großen Anstrengungen verbunden ist?! Was, wenn wir uns dieses Loslassen einfach nur erlauben dürfen… Ja, so einfach ist es und ich gebe euch einen Tipp, wie ihr es „üben“ könnt. Nehmt eine Handvoll Vogelsand in eure Hand und öffnet sie ganz leicht und lasst den Sand (eure Ängste) einfach aus der geöffneten Hand, durch die Finger rieseln. Ihr werdet erleben, ihr könnt den Sand (eure Ängste) kaum festhalten . . .

Angst/Ängste gehören im Ursprung nicht zu uns, denn wir kommen alle angstfrei in dieses Leben. Erst durch den einsetzenden Verstand, die Erziehung und Begrenzungen der Gesellschaft beginnen wir regelrecht Ängste zu sammeln. Mit jeder weiteren Angst fällt uns das Loslassen schwerer, denn die in uns wohnende Erinnerung an die Angstfreiheit haben wir tief vergraben. Selbst die wunderbare Vorstellung, dass alles was in unserem Leben geschieht zu unserem höchsten Wohle geschieht, verbinden wir mit . . .   Angst?!

Es könnte ja passieren, dass etwas entgegen dem von uns gewünschten/erhofften und damit entgegen unserem höchsten Wohl eintritt? Und daher nehmen wir, zur Sicherheit, immer das Schlimmste an. Wir verbieten uns die beiden grundlegendsten Gefühle, die wir zum Loslassen benötigen: VERTRAUEN und LIEBE. Wenn wir im Vertrauen sind, können wir alle Ängste mit Leichtigkeit loslassen, denn wir fühlen das wir geliebt werden. Von uns und dem SCHÖPFER.

Jede Angst die losgelassen wird, ist ein Schritt in ein bewussteres, leichteres Leben. Wir haben alles in uns, um genau diesen Weg zu gehen. Wir müssen nichts (er)lernen, was wir nicht bereits kennen, keine Seminare besuchen oder tägliche Übungen machen. Es geht, so der Plan des SCHÖPFERS, alles viel einfacher, denn wir müssen uns nur daran erinnern, dass wir nicht NICHT erlöst werden können. Warum also noch all‘ die Ängste einsammeln, die wir nicht zum Leben benötigen?!

Loslassen ist einfach, macht Freude und öffnet dir den Weg zu deiner LebensFreude.

An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, dass es sich bei diesem Text um meine Wahrnehmungen, Gedanken und Gefühle zu diesem Thema handelt und jede/r LeserIn bitte seine/ihre eigene Wahrheit einbringt und lebt.