GEMEINSCHAFT

Die heutigen Lebensformen  und -umstände machen viele Menschen nicht (mehr) glücklich und zufrieden, sondern zeigen ihnen nur immer deutlicher auf, dass ihnen in ihrem Leben etwas fehlt:  das tiefe, ursprüngliche Gefühl von Geborgenheit und Vertrauen innerhalb einer GEMEINSCHAFT.

Es geht dabei nicht um religiöse, sportliche, wirtschaftliche, idieelle oder sonstige verbindende Zusammenschlüsse, sondern ausschliesslich darum, den Urgedanken von GEMEINSCHAFT wieder zu beleben, zu entdecken und zu spüren.

GEMEINSCHAFT bedeutet für mich ein Austausch in einem Vertrauen-gebenden Umfeld, Hilfe, Begleitung, Klarheit, Geben, Wahrheit, Stärke, Lernen, Sicherheit, Nehmen, Ehrlichkeit und und und.

Wir haben das große Bedürfnis uns auf allen Ebenen unserer Wahrnehmungen auszutauschen und dabei die gegenseitigen Erfahrungen in uns aufzunehmen, zu begreifen, zu fühlen und von allen Seiten zu betrachten.

Ein Satz aus der Beyond-CD* (Tina Turner, Dechen Shak-Dagsay, Regula Curti) steht für mich stellvertretend für dieses Gefühl der neuen GEMEINSCHAFT: “The Greatest Moment In Our Lives Is, When We Allowed Us To Teach Each Other.“

Für mich ist eine wunderbare Vorstellung und Vorfreude, wenn der Moment kommt, an dem wir wieder beginnen von einander zu lernen, mit einander zu sprechen, mit einander zu leben, zu teilen und all dies im Einklang mit allen Lebewesen und der Natur geschieht. Niemand weiß mehr als der andere, jeder hat sein eigenes Wissen, seine eigene Wahrheit und seine eigene Sichtweise. Wenn wir uns erlauben eine andere, wertfreie Blickrichtung zu zu lassen, können wir voll Leichtigkeit frei und ungezwungen auf alle Situationen unseres Lebens blicken und beenden dann auch die blockierende richtig/falsch-Bewertung.

Warum erinnern sich gerade heute so viele Menschen an die Zeiten, in denen es noch die klassichen Großfamilien gab?! In ihnen hatte jeder Raum und Platz für seinen jeweiligen Lebensabschnitt und gleichzeitig auch immer Verantwortung für die GEMEINSCHAFT. Die jungen Generation übernahmen die Aufgaben von den Alten. Diese wiederum achteten auf den Nachwuchs und lehrten ihm den respektvollen Umgang mit dem Leben und der Natur. Wenn bei den Alten die Zeit für den Rückzug anstand, nahmen die Jungen achtsam und dankbar ihren Platz ein. Gleichzeitig sorgten sie ab diesem Tag für die Alten. In dieser GEMEINSCHAFT existierten Jung und Alt, Leben und Tod gleichberechtigt und wertfrei miteinander. Die Geschichten der Alten sind für uns heute nur deswegen so spannend, weil es auch unsere Geschichten sind. Wir haben sie nur lange nicht mehr gehört und müssen lernen uns zu erinnern.

Viele Menschen spüren seit geraumer Zeit deutlich die laufenden Veränderungen, die das Ziel haben, ein neues allGEMEINes BewusstSein zu schaffen. Getragen von Liebe wird dieses BewusstSein, die bestehende Strukturen, die u. a. Macht und Egoismus heißen, ersetzen. Natürlich werden die Institutionen (Kirche, Staat, Banken, Versicherungen, Gesellschaft usw) ihren Platz nicht „kampflos“ aufgeben und räumen, doch die kritische Masse die es braucht um das bestehende System fried- und respektvoll zum Wanken zu bringen, ist fast erreicht.

Wer glaubt, dass die kritische Masse einen Wert von >50% erreichen muss, um Veränderungen auszulösen, irrt sich. Das kleinste defekte Zahnrad in einer Uhr kann deren Stillstand auslösen.

Wir alle sind Teil dieser Masse und müssen lernen jetzt wieder Verantwortung für uns, unsere Mitmenschen, Mutter Gaia und somit für die Natur und alle Tiere und Pflanzen zu übernehmen.

Wenn wir dann noch erkennen, dass wir im Ursprung alle eins sind und uns dieses Wissen wieder in unserem BewusstSEIN zulassen, erreichen wir eine neue, leichtere Form des miteinanders, das ist für mich GEMEINSCHAFT.

GEMEINsam schaffen wir diesen Neubeginn. Und es lohnt sich für diesen zu leben.

*Wer die außergewöhnliche Heilkraft von Musik und Text HÖREN, FÜHLEN und ERLEBEN möchte, dem empfehle ich diese CD:
BEYOND – BUDDHIST AND CHRISTIAN PRAYERS