MENSCHLICHKEIT

Warum erlauben es sich so viele Menschen immer noch nicht, den anderen Menschen jederzeit mit den Augen des Schöpfers zu sehen? Jedem Lebewesen, Mensch oder Tier, jedem Baum, jeder Pflanze, dem Wasser und der Luft, müssen wir dieselbe Achtung entgegen zu bringen, die wir uns auch für uns selbst wünschen. Diese Sichtweise führt dazu, dass wir den SCHÖPFER, die gesamte Schöpfung im anderen und in uns selbst erkennen.

In meiner Arbeit kommen immer wieder Menschen zu mir, die Opfer und Ziel von Zerstörung sind. Niemand hat das Recht einen anderen Menschen seelisch oder körperlich zu missbrauchen – und dennoch geschieht es leider täglich. Wir befinden uns gerade wieder in einer intensiven Phase der Zerstörung von Menschen und Menschlichkeit. Es gibt so viele von Menschen gemachte und angeheizte Kriege, dass es uns schwer fällt, die einzelnen Brennpunkte noch zu trennen. Die Berichte und Bilder der Medien schaffen für uns eine scheinbar sichere und unbeteiligte Distanz. Täglich sterben Kinder, Mütter und Väter durch die Einwirkung von Gewalt und Waffen und dabei sinkt die Hemmschwelle einen Menschen zu töten immer tiefer. Für mich sind ähnliche Energien wahrnehmbar, wie vor und während der beiden Weltkriege und zu Zeiten der Kreuzzüge.

Doch was erleben wir gerade? Zerstörung, Wut, Hass, Missachtung des Lebens. Dem anderen mit Achtung zu begegnen bedeutet natürlich auch, dem anderen seinen Raum für seinen Glauben zu lassen. Niemand darf sich über den anderen und seinen Glauben erheben. Wiederholt sich hier ein Teil der Geschichte – wenn auch mit anderen Vorzeichen? Menschlichkeit ist auf allen Seiten gefordert und notwendig.

An vielen Orten dieser Welt befinden sich Menschen in einem lebensverachtenden Kampfmodus und haben einen Großteil ihrer Gefühle ausgeschaltet. Sie verwehren sich selbst den Zugang zur Liebe. Den anderen Menschen zu zerstören, zu verletzen oder zu töten ist die sie antreibende Energie. Was für eine Ablehnung des GÖTTLICHEN das in uns allen lebt. An anderen Orten verhungern, verdursten unsere Mitmenschen einfach, während in den Industrieländern gedankenlos Lebensmittel vernichtet, Wasser verschwendet und Ackerflächen vergiftet werden. All das steht für UNMENSCHLICKEIT. Damit unterscheiden wir uns deutlich von der Natur, die niemals in der Lage wäre so zu handeln… Was ist der Sinn dieses Tuns – gibt es überhaupt einen Sinn für all das?

Menschlichkeit muss jetzt, unabhängig von Hautfarbe, Sprache, Religion und Kultur beginnen. Wir alle sind, untrennbar und in der GÖTTLICHEN-Liebe miteinander verbunden und können nicht das Großartige der Schöpfung erkennen, wenn wir nicht auch das Großartige in unserem Gegenüber und in uns erkennen. Dieses Großartige ist in allem was uns begegnet, vorhanden. Mein Gegenüber kann niemals mein Feind oder Gegner sein, sondern er ist immer ich und ich bin gleichzeitig er. Wir sind, so der GÖTTLICHE Plan, ALLE-EINS.

Geben wir der Liebe endlich wieder Raum. Erlauben wir uns dem anderen aus tiefstem Herzen „ich liebe dich so wie du bist“ zu sagen. Bedingungslose Liebe ist so vielfältig, bunt und facettenreich wie es Menschen gibt und ist in ihrem Ursprung immer rein. Diese große, in jedem von uns wohnende universelle Liebe, hat die besondere Fähigkeit zu wachsen, wenn wir sie teilen. Doch bevor wir den anderen lieben können, dürfen/müssen/sollen/können/werden wir lernen uns selbst (wieder) zu lieben, uns Menschlichkeit zu schenken und uns selbst mit den Augen des SCHÖPFERS zu sehen.

Im Film AVATAR gab es diesen kleinen, achtsamen und gleichzeitig kraftvollen Satz, der mich vom ersten Augenblich an stark an das erinnert hat, wofür MENSCHLICHKEIT steht: „Ich sehe dich.

Beginnen wir MENSCHLICHKEIT zu leben, MENSCHLICHKEIT zu praktizieren, MENSCH zu sein und lernen wir, den anderen zu sehen. Menschlichkeit beginnt, wie die Liebe, zuerst bei uns und endet, wenn sich der Kreis geschlossen hat, wieder bei uns. Aus diesem Grund ist es wichtig, uns selbst zu sehen, zu erkennen.

„Ich versichere euch: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder oder für eine meiner geringsten Schwestern getan habt, das habt ihr für mich getan.“
Matthäus 25.40

An dieser Stelle möchte, wie immer, darauf hinweisen, dass es sich hierbei um meine Wahrnehmungen, Gedanken und Gefühle handelt und jeder Leser bitte seine eigene Wahrheit einbringt und lebt.