THOMAS WOLTAIRE

25 Jahre habe ich, Thomas Woltaire, geschieden, 2 erwachsene Töchter, geboren 1961 in NRW, in unterschiedlichen Branchen, an verschiedenen Orten des Landes, im Top-Führungsmanagement international operierender Unternehmen (Mode und technische Produkte) engagiert und erfolgreich im Bereich Marketing/Vertrieb, EDV und Personal gearbeitet. Mindestens 60 Stunden/Woche im Büro zu arbeiten und gerne auch noch ungezählte Stunden am Wochenenden war für mich “normal”. Ich habe Mitarbeiter geführt, Entscheidungen getroffen und war, wie viele von euch bestimmt auch, davon ausgegangen, bis zu meiner Rente in diesem Stil weiter zu machen. Mein damaliges Lebensziel war es den Ruhestand zu erreichen um dann zu leben und alles bis dahin versäumte nachzuholen. [Heute weiß ich übrigens, dass das mit dem Nachholen nicht funktioniert!] Mir war es in dieser Zeit nicht gelungen, den Moment bewusst zu erleben oder gar Freude am Leben zu empfinden. Ich habe funktioniert und alles dafür gegeben, um erfolgreich zu sein. Der eine oder andere kennt diese Erfahrung wahrscheinlich aus dem eigenen Leben…

Im Laufe der Zeit wurden Angst, Unzufriedenheit, Bandscheibenvorfall, Schlafstörungen, Leere, Unruhe, Todessehnsucht, Hörstürze, Einsamkeit, Schmerz, Traurigkeit, Burn-Out und andere Symptome eindeutige Botschaften meiner so tief verletzten Seele. Doch habe ich weder die Signale meine Seele gehört, noch den Ursprung/Grund dieser Störungen, die sich zu Krankheiten entwickelten, erkannt. In dieser Lebensphase habe ich, so unglaublich es heute klingen mag, nichts gefühlt und weder mich noch mein Umfeld wahrgenommen. Ich habe einfach nur funktioniert. Lebensfreude war, bis auf wenige kurze Augenblicke, nicht mehr vorhanden.

In dieser Zeit habe ich versucht mir Zufriedenheit zu (er)kaufen, in dem ich mir regelmäßig neueste technische Produkte angeschafft und teure Urlaubsreisen gebucht habe. Doch so etwas wie Freude oder Zufriedenheit wollte sich nicht einstellen. Die HighTech-Produkte lagen immer schneller in der Ecke und auch die Urlaubsreisen führten nicht zu dem von mir erhofften Ziel. Ich war auf der Suche nach etwas, doch das war mir damals nicht bewußt.

Eine der wenigen Lösungen die ich für mich in dieser Phase und im lebensmüden Zustand totaler Erschöpfung erkennen konnte war: Selbsttötung. Meinem Leben ein Ende bereiten würde mir, so dachte ich, endlich die gewünschte Ruhe bringen. Der simple Plan: mit 250km/h gegen einen Brückenpfeiler fahren.

Doch alles kam ganz anders . . .

Mein Damaskuserlebnis (Begriffserklärung hier). In dieser Nacht wurde mir, voll bedingungsloser göttlicher Liebe, mein Lebensauftrag eröffnet und übergeben. Der Begriff “neu geboren” beschreibt dieses Erlebnis wahrscheinlich am besten. Gleichzeitig wurden die bereits in mir vorhandenen Fähigkeiten freigesetzt.

Mein Leben hat sich danach grundlegend verändert und ich habe den Weg zu mir gefunden. Heute lebe ich im Vertrauen auf und mit dem GÖTTLICHEN und im Einklang mit mir.

Es folgten intensive Selbstprozesse in denen ich mich und meine Fähigkeiten erfahren, erspüren, erleben durfte und Grenzen und Blockaden gelöst habe. Auf diesem Weg des Lernens, Erkennens und Erinnerns wurde ich liebevoll von Cornelia Blass und einigen anderen Menschen begleitet. Ihre Anregungen und Unterstützung waren mir eine große Hilfe. Danke an alle BegleiterInnen dieser Zeit.

Durch meine Arbeit mit/für Menschen wurde mein Verständnis für mich, mein “neues Leben”, mein Wirken immer stimmiger und selbstverständlicher. Es berührt mein Herz und erfüllt mich mit dankbarer Freude, wenn ich für Menschen hilfreich arbeiten kann. Das alles in Liebe und zum höchsten Wohle der Menschen geschieht, die im jeweiligen System verbunden sind, sind für mich Anspruch und Ziel meiner Arbeit.

Ich danke GOTT für seine spür- und fühlbare achtsam-bedingungslose Liebe, meine Aufgabe und die Gabe mit der er mich gesegnet hat. Und ich danke den Menschen die mich, eine kürzere oder längere Strecke, auf meinem Weg begleiten. Mir und meiner Arbeit Vertrauen schenken, mich unterstützen und meine Freude an diesem wunderschönen Leben teilen.

In liebevoller Demut verneige ich mich vor dem Schöpfer, dem Leben, den Menschen, Tieren, Pflanzen und der Natur. GOTT und das Wunder der Schöpfung in allem zu erkennen bereitet mir jeden Tag Freude. Diese Freude und Begeisterung zu teilen und mehren ist ein nicht versiegende Quelle der Karft und Energie in mir.