IM HIER UND JETZT ZU SEIN, BEDEUTET BEWUSST ZU LEBEN

Wir haben uns dieses Leben ausgesucht, um Erfahrungen zu sammeln, zu wachsen und uns auf allen Ebenen zu entwickeln. Dieser Prozess des Entwickelns hört niemals auf und ist ein permanent aktiver Vorgang, den wir mal stärker im Innen und dann wieder im Außen wahrnehmen. Wir machen Erfahrungen und diese lösen in uns Veränderungen aus. Und damit auch in unserem nahen und fernen Umfeld, da Bewegung auf der einen Seite immer auch eine Bewegung an einem ganz anderen Punkt auslöst.

Wir alle erinnern uns an Situationen, Erlebnisse oder Umstände die wir, im Augenblick des Geschehens gerne anders erlebt hätten. Egal ob im Beruf, in der Partnerschaft oder eine nicht geplante Investition, ein Umzug oder…

Häufig passiert „das“, unserer Meinung nach nicht zum richtigen Zeitpunkt. Das zumindest denken wir! Doch der große GÖTTLICHE Plan sieht für uns etwas ganz anderes vor. Alles was geschieht, geschieht immer im für uns richtigen Moment, zum für uns allerbesten Zeitpunkt und zu unserem höchsten Wohl. Zum allerbesten Zeitpunkt und höchsten Wohl? Selbst so einschneidende Erlebnisse wie die Kündigung der Wohnung durch den Vermieter oder die Freistellung durch den Arbeitgeber? Noch schwieriger wird es anzunehmen, dass sogar das Ende einer Beziehung ebenfalls diese GÖTTLICHEN Vorgaben (alles geschieht zu unserem höchsten Wohl) erfüllen soll. Niemals! Spätestens hier steigt unser Verstand aus und wehrt sich mit allem was er aufbieten kann.

Jedes noch so einschneidendes Ereignis versetzt uns in die Lage, uns ausschließlich auf den Moment und damit auf das zu besinnen was IST. Es ist nur eine Kündigung von Wohnung oder Arbeit. Und gab es da nicht schon eigene Überlegungen eine neue Arbeitsstelle zu finden oder nach einer neuen Wohnung Ausschau zu halten. Doch häufig ist es bei diesem Gedankenspiel geblieben. Gleiches gilt für das Ende einer Beziehung. Die Anzeichen waren da, aber wir wollten sie (noch) nicht sehen. Hätten dies doch zur Folge gehabt, ins Tun kommen zu müssen.

Irgendwann in der Zukunft belegen wir dieses Ereignis nicht mehr mit dem Ausdruck schrecklich, sondern haben häufig eine vollkommen neue Formulierung „GOTT sei Dank“ ist dies damals so passiert und gekommen.

Wir müssen/dürfen wieder lernen einzig und allein im Augenblick zu leben. Natürlich heißt das nicht, dass wir keine Pläne schmieden dürfen. Und ja, wir die nächste Reise planen, eine große Feier, das Treffen mit Freunden, die Vorbereitung eines beruflichen Termins, ein romantisches Abendessen und und und. Doch dürfen wir dabei den Augenblick nicht verlieren oder vergessen, da wir uns sonst entweder in der Zukunft oder in der Vergangenheit befinden und den vielleicht wunderschönsten Augenblick unseres Lebens verpassen. Im Extremfall können wir sogar etwas so wundervolles verpassen wie die LIEBE, weil wir zu sehr damit beschäftigt sind, optimale Rahmenbedingungen zu schaffen. Wenn wir die LIEBE zu einem Menschen verpasst haben, ist das so etwas Ähnliches wie einen Zug zu verpassen. Er/Sie ist einfach weg, hat den Bahnhof der Liebe verlassen. Wir können dieses Gefühl nicht einholen, nachholen oder die Zeit einfach zurück stellen. Doch wir haben die Chance auf eine neue Möglichkeit um das Gefühl LIEBE zu erleben.

Auch die permanente Social Media Flut führt zu einer massiven Ablenkung vom Augenblick. Der Mensch, so meine Überzeugung und Erfahrung, ist nicht für das vielberühmte Multitasking geeignet. Wir reden uns zwar ein viele Dinge gleichzeitig tun zu können, doch würden wir unsere Handlungen mit einer Augenblicksuperzeitlupenkamera aufzeichnen, würden wir zu unserer Überraschung erkennen: tatsächlich folgt Handlung auf Handlung. Wir verkürzen nur die einzelnen Abstände der Handlungen derart, dass sie uns wie gleichzeitig vorkommen. Unsere momentane Aufmerksamkeit können wir, trotz aller Bemühungen, immer nur einer Sache widmen – und in einem anderen Moment widmen wir sie dann einer anderen. Dabei verlieren Menschen die so handeln und leben etwas Wundervolles: die Freude und den Genuß  am Augenblick/Moment.

Hierzu eine Textzeile aus dem Lied „Ein kleines Glück“ von Helene Fischer, das der Graf von Unheilig für sie geschrieben hat:
„Jeder Moment ist unentbehrlich, ganz egal wie klein er ist.“

Das HIER und JETZT ist definitiv der einzige Augenblick in dem wir LEBEN. Lernen und erlauben wir uns, diesen kostenbarsten aller Momente ganz zu genießen, uns an ihm zu erfreuen und vertrauen wir gleichzeitig darauf, dass es noch viele weitere ebenfalls einzigartige Augenblicke für uns geben wird. Kein Moment ist so klein, dass er nicht kostbar und unendlich wertvoll für uns und unser LEBEN ist.

An dieser Stelle möchte, wie immer, darauf hinweisen, dass es sich hierbei um meine Wahrnehmungen, Gedanken und Gefühle handelt und jeder Leser bitte seine eigene Wahrheit einbringt und lebt.

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